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8.06.2009

Pflasterung in Steinweg und auf Goethe- und Rathenauplatz schafft neue Barrieren

Nach der offiziellen Einweihung des neuen Brunnens auf dem Rathenauplatz durch Stadtrat Edwin Schwarz hat die Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft (FBAG) einen Leserbrief an die Frankfurter Rundschau und die Frankfurter Neue Presse geschrieben:
 
Stadtrat Schwarz präsentiert die neugestalteten Plätze, als sei der Brunnen das Tüpfelchen aufs I. Entgegen anders lautender Sonntagsreden wurde hier wieder einmal nicht barrierefrei gebaut. Für blinde Menschen fehlt jegliche Orientierungshilfe, die Leitstreifen an den abgeflachten Überwegen sind das Ende – danach kommt nur noch Pflaster, eine weite, orientierungslose Ödnis.
Auch für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer ist dieser Bodenbelag eine Qual: Schon im neugebauten Zustand ist er extrem uneben. Wenn im Laufe der Zeit Steinchen herausbrechen oder geflickt wird, ist es endgültig vorbei – hier kommen Menschen im Rollstuhl kaum voran.
Seit Jahren weist die Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft auf solche Mängel hin, und die Stadt Frankfurt wird nicht müde zu betonen, wie barrierefrei man hier baue. Hohle Worte, wenn man sich die Gestaltung dieser Plätze anschaut!
 
Petra Rieth
Hannes Heiler
Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft (FBAG)